MRSA-PCR

Zusätzlich zum kulturellen Nachweis Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus Bakterien bieten wir eine Screening-Untersuchung mittels PCR an.

Untersuchungsmaterial: Nasen- und Rachenabstrich, der Test ist nicht für andere Materialien validiert, wird aber unter Vorbehalt auch mit anderen Abstrichmaterialien durchgeführt.

Abstrichtupfer: Für PCR-Abstriche bitten wir, über das Zentrallager die Abstrichtupfer mit der Bestellnummer 14016146 zu bestellen. Hierbei handelt es sich um trockene Tupfer, die Probenmaterial gut wieder abgeben. Im Vergleich zu Tupfern mit Transportmedium sind die Proben seltener inhibiert (Erklärung siehe Befundinterpretation).

Untersuchungsverfahren: DNA-Amplifikation (PCR)

Zielgen: Übergang zwischen dem mecA-Gen und Staph. aureus spezifischen Sequenzen. Der Vorteil liegt im Nachweis beider Sequenzen gleichzeitig. Der alleinige Nachweis von mecA belegt nicht die Anwesenheit eines Staph. aureus.

Untersuchungsablauf: Bei Zusendung der Probentupfer werktags bis 12 Uhr garantieren wir ein Ergebnis am selben Tag. Später eingesandte Tupfer werden in Abhängigkeit von der zeitlichen Verfügbarkeit schnellstmöglich, spätestens jedoch am nächsten Werktag verarbeitet. Die Proben werden zunächst lysiert und DNA-Material aufgereinigt. Für die PCR-Reaktion wird eine interne Kontrolle dem Mastermix zugegeben. Damit stellen wir sicher, dass die PCR-Reaktion nicht inhibiert ist.

Befundinterpretation:

negativ: Kein Nachweis MRSA-spezifischer DNA. Die intern zugesetzte DNA wurde amplifiziert, damit liegt keine Inhibition der PCR-Reaktion vor.

positiv: Nachweis MRSA-spezifischer DNA. Der Befund ist hinweisend auf eine Besiedelung mit MRSA. Er ist jedoch kein Nachweis für lebende Organismen. Nach Besiedelung mit MRSA kann trotz erfolgreicher Sanierung die PCR über mehrere Wochen hinweg positiv bleiben. Zur Kontrolle der Sanierung bitte kulturellen Nachweis der MRSA anfordern.

inhibiert: Kein Nachweis MRSA-spezifischer DNA. Zugleich keine Amplifikation der intern zugesetzten Kontroll-DNA. Für die Inhibition von PCR-Reaktionen gibt es viele Ursachen, typische sind: zu viel Probenmaterial, blutiges Probenmaterial, Salben oder Cremes am Abstrichtupfer, falsche Abstrichtupfer (Transportmedium). Bei inhibierten Proben bitten wir um die erneute Einsendung von Probentupfern oder die Anforderung eines kulturellen MRSA-Nachweises.

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