31.03.2026
Gerechter Zugang zu innovativen Antibiotika – globale Herausforderungen und politische Handlungsoptionen
Am 13. Januar 2026 kam der Parlamentskreis Antimikrobielle Resistenzen (PKAMR) im Deutschen Bundestag zu seiner zweiten Arbeitssitzung dieser Legislaturperiode zusammen.
Der Parlamentskreis Antimikrobielle Resistenzen (PKAMR) kam im Deutschen Bundestag zu seiner zweiten Arbeitssitzung in dieser Legislaturperiode zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ein gerechter Zugang zu Antibiotika – insbesondere zu neuen Reserveantibiotika – auch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (englisch: Low- and Middle-Income Countries, LMICs) gewährleistet werden kann. Dabei wurde zugleich diskutiert, wie neue Anreizmodelle („Pull‑Mechanismen“) die Entwicklung dringend benötigter Antibiotika stärken können, ohne Fehlanreize für einen höheren Verbrauch zu setzen.

Im Mittelpunkt der zweiten Arbeitssitzung des Parlamentskreises Antimikrobielle Resistenzen (PKAMR) stand die Frage, wie ein gerechter Zugang zu Antibiotika – insbesondere zu neuen Reserveantibiotika – auch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) gewährleistet werden kann. Dabei wurde zugleich diskutiert, wie neue Anreizmodelle („Pull-Mechanismen“) die Entwicklung dringend benötigter Antibiotika stärken können, ohne Fehlanreize für einen höheren Verbrauch zu setzen.
© DNAMR DZIF
Eröffnet wurde die Sitzung von der Vorsitzenden Dr. Franziska Kersten, MdB. Ralf Sudbrak (DNAMR) vom Global AMR R&D Hub führte als Vertreter des DNAMR in das Thema Pull‑Mechanismen ein und stellte den Zusammenhang zwischen Forschungsanreizen und globalem Zugang heraus.
Den ersten Impuls gab Jasmin Behrends, Politische Referentin für Globale Gesundheit bei Ärzte ohne Grenzen (MSF). Sie machte deutlich, dass LMICs die größte Last antimikrobieller Resistenzen tragen – bei gleichzeitig häufig begrenzten Ressourcen, schwachen Gesundheitssystemen und unzureichender Diagnostik. Besonders in Krisen‑ und Konfliktregionen verschärfen zerstörte Infrastrukturen, beengte Lebensbedingungen, Mangelernährung sowie eine schlechte Wasser‑ und Hygienesituation die Ausbreitung resistenter Infektionen. MSF verfolgt hierzu einen breiten Ansatz, der Infektionsprävention und -kontrolle, Antibiotic Stewardship, Diagnostik und den Zugang zu etablierten wie neuen Antibiotika umfasst.
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