09.04.2026
Einsatz für die Eliminierung von Lymphatischer Filariose und Onchozerkose
Vernachlässigte Tropenkrankheiten betreffen weltweit Millionen von Menschen, insbesondere in tropischen und subtropischen Regionen. Hierzu gehören die Lymphatische Filariose und Onchozerkose, parasitäre Infektionen, die schwere Behinderungen, chronische Krankheiten und soziale Stigmatisierung verursachen. Trotz jahrzehntelanger Kontrollprogramme bleiben diese Krankheiten eine große globale Gesundheitsherausforderung.
Am IMMIP treiben Forschende aktiv die Bemühungen voran, diese Infektionen zu verstehen und zu beseitigen.
Professor Dr. Marc P. Hübner konzentriert sich auf die Identifizierung und präklinische Prüfung neuer Therapien gegen parasitäre Helminthen. Sein Labor untersucht schützende Immunantworten gegen Filarien, erforscht die Auswirkungen von Filarieninfektionen auf nichtübertragbare Krankheiten wie Typ-2 Diabetes und arbeitet mit Partnern in Kamerun an Studien mit Filariose-Patient:innen.

Professor Dr. Achim Hoerauf ist international anerkannt für die Entwicklung einer neuartigen Behandlung, die auf Wolbachia abzielt, bakterielle Endosymbionten, die für das Überleben der Parasiten unerlässlich sind. Dieser Anti-Wolbachia-Ansatz hat die Entwicklung von makrofilariziden Therapien ermöglicht – Medikamente, die erwachsene Würmer abtöten – und weltweit Forschungsprogramme inspiriert, die u.a. von der Bill & Melinda Gates Foundation gefördert und gemeinsam mit der Drugs for Neglected Diseases Initiative umgesetzt werden.
Durch ihre kombinierte Expertise schlagen die Forschenden am IMMIP eine Brücke zwischen Laborforschung und klinischer Anwendung und tragen so zu Strategien bei, die diese tropischen Krankheiten unter Kontrolle bringen und das Leiden von Millionen Menschen lindern könnten.


