09.06.2026

USA: Warum Google Millionen von Mücken freisetzen will

 

Google plant unter dem Projekt „Debug” in den USA den Einsatz von mit Wolbachia infizierten Mücken, von denen ausschließlich Männchen freigesetzt werden, um bestimmte krankheitsübertragende Mückenarten gezielt zu reduzieren. Durch die Paarung mit wildlebenden Weibchen entstehen keine Nachkommen, wodurch die Population langfristig sinken soll. Ziel ist die Eindämmung von Krankheiten wie West-Nil-Fieber oder St.-Louis-Enzephalitis; ähnliche Verfahren wurden bereits in anderen Ländern erfolgreich eingesetzt und führten dort zu deutlich weniger Mücken und geringerer Krankheitsübertragung. Das Vorhaben befindet sich derzeit noch im Genehmigungsprozess bei der US-Umweltbehörde EPA.

Prof. Dr. Achim Hörauf ordnet das Projekt im Gespräch mit ZDFheute ein und beschreibt es als „eher nicht um ein gigantisches Massenexperiment“, dessen Wirksamkeit vor allem von der Größe des jeweiligen Einsatzgebiets abhänge. Der Vorteil liege in der gezielten Bekämpfung einer einzelnen Mückenart bei gleichzeitig geringem Eingriff ins Ökosystem: „Man greift also nur relativ gering in das gesamte Ökosystem ein. Würde man mit der chemischen Keule drüberfahren, hätte man viel mehr Insekten dezimiert“, so Hörauf.

Vollständiger Artikel auf ZDFheute: USA: Warum Google Millionen von Mücken freisetzen will

Photo: “Aedes albopictus” by James Gathany / CDC, licensed under CC0 1.0 (Public Domain).