Prof. Dr. med. Achim Hörauf                                         
Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie

Foto © Uni Bonn /Volker Lannert

Prof. Dr. Achim Hörauf wurde in Neumarkt in der Oberpfalz geboren. 1983 begann er sein Studium der Humanmedizin an der Universität Erlangen, wo er 1989 promoviert wurde (Dissertation an der Med. Klinik III). Direkt im Anschluss arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der Universität Erlangen und wechselte 1995 als Arbeitsgruppenleiter ans Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin nach Hamburg. Dort machte er 1997 seinen Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie und habilitierte 1998. 2001 lehnte er einen Ruf auf die Associate Professorship für Helminthologie an der Universität Texas ab. 2001 übernahm er dann die Leitung der Abteilung Helminthologie am Bernhard-Nocht-Institut. Im August 2003 folgte dann die Übernahme der C4-Professur für Parasitologie und Ernennung zum Direktor des Instituts für Medizinische Parasitologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Zum 1.9.2005 erfolgte eine Übernahme des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und fusionierte zum Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie.

Forschungsschwerpunkte sind die T-Zell-vermittelte Immunsuppression bei chronischen Wurmerkrankungen und ihre genetische Basis, die immunologischen Effektormechanismen gegen Malaria im Mausmodell und die Therapie von Filarienwurmerkrankungen durch Antibiotika-gestützte Elimination von essentiellen Endobakterien der Gattung Wolbachia in den Würmern. Höraufs Arbeitsgruppe hat mit letzterem Thema eine neue, einsatzfähige Therapie für Filariosen geschaffen, an denen weltweit in den Tropen 200 Mio Menschen leiden.

Finanzierung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF):

  • Naturstoffmedizin: Präklinische Entwicklung von Corallopyronin A, einem Antibiotikum mit Wirkungen gegen würmer, sexuell übertragbare lnfektionen (STls) und Staphylokokken (Corals) - Nicht-GLP präklinischeklinische Studien" Link: BMBF Corals
  • Tackling the Obstacles to Fight Filariasis and Podoconiasis (TAKeOFF) .  Links BMBF TAKeOFF, TAKeOFF NTD
  • Einfluss der Sars-CoV-2 Epidemiologie durch co-Infektionen mit Helminthen in Ghana

Bill and Melinda Gates Foundation:

Deutsche Forschungsgemeinschaft

  • Excellence Cluster ImmunoSensation2 : Exzellenzcluster (ExStra)
  • MAP-TB: Helminth effects on BCG vaccine-induced protection against childhood tuberculosis (TB) as well as TB disease severity and recovery in Ghana and Cameroon Link: DFG: MAP-TB
  • RHINO: Dissecting the effects of filarial-associated immune system modulation on HIV susceptibility: Link DFG -RHINO
  • HO 2009/13-1 DFG project " Determination of the molecular mechanisms supporting the anti-inflammatory properties of IgG4 antibodies in filarial infections" Link: DFG- IgG4 antibodies in filarial infections
  • German African Project: Impact of human filarial infections on the metabolic and immunological profile. Link: DFG-FIMIP

Drugs for Neglected Diseases Initiative (DNDi) : In vivo and in vitro testing of potential macrofilaricidal drug candidates

Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF): Corallopyronin A, TTU 09.822 and 09.914, TTU 09.816)

European Commission Horizon 2020 "HELP Consortium":  HELPhttps://eliminateworms.org/

NRW Ministerium für Kultur und Wissenschaft -  Verbessertes Morbiditätsmanagement bei filarienbedingten Lymphödemen und Hydrozelen Eine Forschungs-/Hochschulkooperation zwischen Nordrhein-Westfalen und Ghana