Aktuelles

20 Jahre IMMIP: Wissenschaftliche Exzellenz in Mikrobiologie und Tropenmedizin am UKB
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie (IMMIP) am Universitätsklinikum Bonn feierte im Februar sein 20-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumssymposium.
Unter der Leitung von Prof. Achim Hörauf blickt das Institut auf zwei Jahrzehnte international anerkannter Forschung zurück – mit mehr als 500 wissenschaftlichen Publikationen, darunter Beiträge in führenden Fachzeitschriften wie The Lancet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten, insbesondere der Filariose. In internationalen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen und Organisationen wie DNDi wurden neue Therapieansätze entwickelt und klinisch erprobt. Parallel engagiert sich das IMMIP in der Entwicklung neuer Antibiotika, etwa im Rahmen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). Weiterlesen
DZIF-Film
Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung im Fokus
Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat einen neuen Film über das große Spektrum seiner Aktivitäten produziert und nun veröffentlicht. Im DZIF arbeiten mehr als 700 Mitarbeitende an sieben Standorten in 35 Mitgliedseinrichtungen gemeinsam an den größten Herausforderungen der Infektionsforschung zum Wohle aller Menschen. Ziel ist die sogenannte Translation – die Überführung von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die praktische Anwendung. Doch was bedeutet das genau? Welche Erkrankungen stehen im Fokus der Forschungsprojekte im DZIF? Wie funktioniert dieses große Netzwerk in der Praxis?

Prof. Achim Hoerauf wurde zum Mitglied des Expertenkomitees des Mectizan Donation Programme gewählt
Prof. Achim Hoerauf, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie des UKB, wurde in den Expertenrat des Mectizan Donation Program berufen – als erstes Mitglied aus Deutschland.
Das Mectizan Donation Program besteht seit den späten 1980er-Jahren und gilt als eines der erfolgreichsten Public-Private-Partnerschaften in der globalen Gesundheit. In enger Zusammenarbeit mit der WHO, nationalen Gesundheitsministerien, NGOs und lokalen Gesundheitsprogrammen ermöglicht es die langfristige, kostenfreie Bereitstellung von Ivermectin zur Bekämpfung von Flussblindheit (Onchozerkose) und lymphatischer Filariose. Jährlich werden so weltweit Hunderte Millionen Menschen behandelt, insbesondere in Regionen, in denen diese Erkrankungen endemisch sind.
Das Mectizan Expert Committee berät das Programm unabhängig und gibt wissenschaftliche sowie strategische Empfehlungen zur Medikamentenspende, Programmausrichtung und Krankheitselimination. Die Berufung von Prof. Hoerauf würdigt seine langjährigen wissenschaftlichen Beiträge zur Erforschung von Filarienerkrankungen und sein kontinuierliches Engagement in der globalen Gesundheitsforschung.
Link: DZIF & Uniklinik Bonn

Gerechter Zugang zu innovativen Antibiotika – globale Herausforderungen und politische Handlungsoptionen
Am 13. Januar 2026 kam der Parlamentskreis Antimikrobielle Resistenzen (PKAMR) im Deutschen Bundestag zu seiner zweiten Arbeitssitzung dieser Legislaturperiode zusammen.
Der Parlamentskreis Antimikrobielle Resistenzen (PKAMR) kam im Deutschen Bundestag zu seiner zweiten Arbeitssitzung in dieser Legislaturperiode zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ein gerechter Zugang zu Antibiotika – insbesondere zu neuen Reserveantibiotika – auch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (englisch: Low- and Middle-Income Countries, LMICs) gewährleistet werden kann. Dabei wurde zugleich diskutiert, wie neue Anreizmodelle („Pull‑Mechanismen“) die Entwicklung dringend benötigter Antibiotika stärken können, ohne Fehlanreize für einen höheren Verbrauch zu setzen.
Eröffnet wurde die Sitzung von der Vorsitzenden Dr. Franziska Kersten, MdB. Ralf Sudbrak (DNAMR) vom Global AMR R&D Hub führte als Vertreter des DNAMR in das Thema Pull‑Mechanismen ein und stellte den Zusammenhang zwischen Forschungsanreizen und globalem Zugang heraus. Weiterlesen
Entwicklung des Antibiotikums Corallopyronin-A gegen Filariosen
Mehr als 72 Millionen Menschen in den Tropen sind mit den Fadenwürmern Onchocerca volvulus bzw. Wuchereria bancrofti und Brugia malayi infiziert. Die Infektion mit diesen Würmern kann bei Betroffenen zu schwerer Dermatitis und Erblindung bzw. zur Elephantiasis führen– eine Krankheit, bei der sich v.a. die Beine extrem vergrößern. Bei Hunden kann ein ähnlicher Parasit die lebensbedrohliche Hundeherzwurm-Krankheit auslösen. Mit dem Naturstoff Corallopyronin A haben Prof. Achim Hörauf und sein Team am Institut für Medizinische Mikrobiologie...Weiterlesen...
DZIF-Film
Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung im Fokus
Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat einen neuen Film über das große Spektrum seiner Aktivitäten produziert und nun veröffentlicht. Im DZIF arbeiten mehr als 700 Mitarbeitende an sieben Standorten in 35 Mitgliedseinrichtungen gemeinsam an den größten Herausforderungen der Infektionsforschung zum Wohle aller Menschen. Ziel ist die sogenannte Translation – die Überführung von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die praktische Anwendung. Doch was bedeutet das genau? Welche Erkrankungen stehen im Fokus der Forschungsprojekte im DZIF? Wie funktioniert dieses große Netzwerk in der Praxis?
Die Zukunft der Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten
Innovative Finanzierung und gemeinsame globale Verantwortung
Prof. Achim Hoerauf, Direktor des IMMIP und Sprecher der DNTDs, moderierte gemeinsam mit Dr. Carsten Köhler von der Universität Tübingen die Session „The Future of Combatting Neglected Tropical Diseases -Innovative Financing and Shared Global Responsibility” auf dem World Health Summit 2025 in Berlin.
Über die Session:
Die Finanzierung von Programmen zur Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten (NTDs) steht vor großen Herausforderungen. Weiterlesen
Die Suche nach einer neuen Behandlung für Flussblindheit
Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 1,15 Millionen Menschen ihr Augenlicht aufgrund von Flussblindheit verloren haben, während 220 Millionen Menschen eine vorbeugende Therapie gegen Onchozerkose benötigen. Seit über 25 Jahren führen das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie am Universitätsklinikum Bonn und das Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine in Kumasi, Ghana... weiterlesen




































































































