Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie

Latest / July. 2021

Millionenförderung für Bekämpfung der Flussblindheit

Aktuelles

 

IMMIP erhält eine Projektförderung der Bill & Melinda Gates-Stiftung in Höhe von 1,48 Millionen US-Dollar

Das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie der Universität Bonn erhält eine Projektförderung der Bill & Melinda Gates-Stiftung in Höhe von 1,48 Millionen US-Dollar. Zusammen mit der internationalen IT-Beratung Capgemini und der Drugs for Neglected Diseases Initiative (DNDi) in Genf entwickeln die Forscher eine Technologie, mit der sich die Flussblindheit, die durch parasitischen Würmer verursacht wird, besser bekämpfen lassen soll. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen Schnitte von Wurmknoten im Gewebe maschinell ausgelesen und damit Wirkstofftests standardisiert und deutlich beschleunigt werden.

Bislang werden diese histologischen Untersuchungen zur Flussblindheit manuell durchgeführt. “Für die Zulassung neuer Medikamente ist es aber besser, wenn die Qualität der Untersuchung durch Künstliche Intelligenz standardisiert werden kann”, sagt Prof. Dr. Achim Hörauf, Direktor des IMMIPs. Anhand von Gewebeschnitten, die zuvor von mehreren Experten beurteilt wurden, werden KI-Modelle trainiert und die Genauigkeit der automatischen Auswertung überprüft.

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IMMIP erhält USAID-Förderung für die Entwicklung neuer Diagnostika zur Eliminierung vernachlässigter Tropenkrankheiten

Gegenwärtig kämpfen nationale Onchozerkose-Programme mit einem Mangel an qualitativ hochwertigen Diagnostika, die auch in Gebieten mit niedriger Prävalenz gut funktionieren. Diagnostische Tests auf Basis von Nukleinsäuren eignen sich besonders gut für den Einsatz in Gebieten mit niedriger Prävalenz, da sie in der Regel eine sehr hohe Sensitivität und Spezifität aufweisen. Polymerase-Kettenreaktion (PCR)-Methoden liefern im Allgemeinen sehr zuverlässige Ergebnisse, allerdings erfordert die PCR hochqualifiziertes Personal und teure Geräte.  Loop-mediated isothermal amplification (LAMP, englisch für „Schleifen-vermittelte isothermale Amplifikation“) ist eine attraktive Alternativen für den Einsatz vor Ort, da sie keine hochspezialisierte Ausrüstung benötigt und ein schnelles, visuelles Ergebnis zu wesentlich geringeren Kosten als die PCR bietet.
Die IMMIP-Forscher Dr. Kenneth Pfarr und Prof. Achim Hoerauf (Direktor des Instituts) werden mit einem langjährigem Kollaborationspartner des IMMIPs, Prof. Samuel Wanji (Buea, Kamerun), zusammenarbeiten, um den Onchozerkose-LAMP-Assay zur Optimierung der Diagnostik und der Probenahmestrategien für Niedrig-Prävalenz-Settings in Kamerun zu entwickeln ("Onchocerciasis LAMP assay to optimize diagnostics and sampling strategies for low-prevalence settings in Cameroon").

Komplette Presseveröffentlichung hier

Zu Risiken und Nebenwirkungen der Bewässerung mit Abwasser

Wasserverknappung, der steigende Nahrungsmittelbedarf einer wachsenden Weltbevölkerung und Urbanisierung führen in zahlreichen Regionen der Welt zur Nutzung von Abwasser zur Bewässerung in der Landwirtschaft. Dies schont Ressourcen, birgt aber auch Risiken: Durch das Abwasser gelangen Antibiotika, Desinfektionsmittel und viele weitere Substanzen zusammen mit antibiotikaresistenten Bakterien auf die Felder, in die Böden – und letztlich in unsere Nahrungsmittel. Zur Beurteilung von Ausmaß und Relevanz dieser Risiken sowie der Risikominimierung durch die Behandlung des Abwassers fehlt bislang jedoch die Grundlage. Um diese Grundlage zu schaffen, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine neue Forschungsgruppe unter Federführung der Justus- Liebig-Universität Gießen (JLU) mit rund 2,5 Millionen Euro für zunächst vier Jahre.

Von Seiten der Universität Bonn sind Teams um Dr. Melanie Braun und Prof. Dr. Wulf Amelung von der Allgemeinen Bodenkunde und Bodenökologie und Prof. Dr. Gabriele Bierbaum, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie, beteiligt. Weiterlesen...

DAAD fördert acht neue Globale Zentren für Klima und Gesundheit

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert in einem neuen Programm acht fächerübergreifende „Globale Zentren“ zur Bewältigung weltweiter Herausforderungen. Vier Zentren werden zu Klimafragen, weitere vier zu Gesundheitsthemen und Pandemien forschen und lehren. Das Auswärtige Amt (AA) fördert den Aufbau der Zentren bis 2025 mit rund 22 Millionen Euro.

 

German-West African Centre for Global Health and Pandemic Prevention (G-WAC) Ghana:

Thema: Globale Pandemien und deren Haupttreiber sowie wesentliche Elemente widerstandsfähiger Gesundheitssysteme im Rahmen des One-Health-Ansatzes
Projektverantwortliche Institutionen: Berlin School of Public Health (Technische Universität Berlin und Charité Berlin) und Universität Bonn (Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie und Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit)
Partner: Kwame Nkrumah University of Science and Technology und weitere

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Anti-Para­siten-Forschung von Gates-Stiftung gefördert

Die Bill & Melinda Gates-Stiftung unterstützt das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immu­nologie und Parasitologie der Universität Bonn bei der Forschung zur Flussblindheit, die durch parasiti­sche Würmer verursacht wird. Für das Vorhaben stehen rund 1,5 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

Die Flussblindheit (Onchozerkose) ist vor allem in Afrika sowie Mittel- und Südamerika verbreitet. Blutsaugende Kriebelmücken nehmen von erkrankten Menschen Wurmlarven auf und verbreiten sie weiter.  Weiterlesen...

Forschungsallianz stellt Strategien zur Entwicklung neuer Antibiotika vor

Neue antimikrobielle Wirkstoffe werden bekanntlich dringend benötigt, aber die Investitionen dazu sind im Vergleich zum Bedarf niedrig. Die „International Research Alliance for Antibiotic Discovery & Development“ (IRAADD) hat nun Strategien vorgestellt, um die Forschung zu stärken.

Der Beitrag, an dem Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) federfüh­rend beteiligt sind, ist in der Fachzeitschrift Nature Reviews Chemistry erschienen (DOI: 10.1038/s41570-021-00313-1).

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Tropenkrankheiten werden wieder vernachlässigt

In der Pandemie verschiebt sich die Behandlung und Bekämpfung vieler Erkran­kungen, gerade in den ärmsten Ländern der Welt. Dort wurde den „vernachlässigten Tro­penkrankheiten“ (Neglected Tropical Diseases, NTDs) seit Jahren auch mithilfe von Medi­ka­mentenspenden begegnet. Zu großen Teilen wurden diese Spenden in der London De­klaration von 2012 festgeschrieben. Doch diese Vereinbarung mit 13 internationalen Phar­maherstellern ist nun ausgelaufen.

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Kigali Gipfel 2021 – Ein Meilenstein bei der Bekämpfung der vernachlässigten Tropenkrankheiten

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung der des Ruanda-Referats der Landesregierung Rheinland-Pfalz und des DNTDs standen aus Anlass des Kigali Gipfels zu Malaria und NTDs im Juni 2021, die NTDs im Mittelpunkt der Diskussionen. Prof. Dr. Achim Hoerauf, Sprecher des DNTDs, Direktor des IMMIPs, erklärte einige Krankheitsbilder der NTDs und ordnete den Kigali-Gipfel in die zahlreichen Aktivitäten im Bereich der Globalen Gesundheitspolitik ein.

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