Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie

7. April Weltgesundheitstag

Aktuelles

 

eWHORM-Projekt zur Eliminierung von Wurminfektionen in
Subsahara-Afrika gestartet

Afrikanische und europäische Partner bündeln im Rahmen des Projekts eWHORM ihre Kräfte, um gemeinsam den Fahrplan 2021-2030 für vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umzusetzen und die mit Wurminfektionen verbundene Krankheitslast zu reduzieren. DZIF-Professor Marc Hübner und Kollegen konnten erfolgreich EU-Mittel für das gerade gestartete Verbundprojekt einwerben: eWHORM wird mit 7,9 Millionen Euro aus dem EDCTP3-Programm (European and Developing Countries Clinical Trials Partnership) der Europäischen Union und weiteren 3,4 Millionen Euro von der Schweizer Regierung über die nächsten fünf Jahre finanziert.

Weiterlesen.

DNTDs fordert einen Aktionsplan zur Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten

Um vernachlässigte Tropenkrankheiten wirksam zu bekämpfen, brauchen wir sicherere, einfachere und wirksamere Behandlungen, die erschwinglich und für die Menschen verfügbar sind. Wir fordern die Bundesregierung auf, Bemühungen um die Entwicklung und Verbreitung von Diagnosen, Behandlungen und Impfungen zur Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten stärker zu unterstützen und die gegebenen Zusagen (z.B. anlässlich der Kigali Declaration) in einen Aktionsplan für Forschung und Entwicklung auszuarbeiten und umzusetzen“, erklärt Prof. Dr Achim Hörauf, Sprecher des Deutschen Netzwerks gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie an der Uniklinik Bonn. Weiterlesen...Pressemitteilung des DNTDs

Die Suche nach neuen Behandlungsmethoden gegen Filariose

Seit über 20 Jahren arbeiten Wissenschaftler des IMMIP zusammen mit ihren Kooperationspartnern am Kumasi Centre for Collaborative Research in Ghana (KCCR) an der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Flussblindheit, auch bekannt als Onchozerkose, und lymphatische Filariose; zwei Krankheiten, die durch Filarienwürmer verursacht werden und in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen eine der Hauptursachen für Behinderungen sind.  Prof. Achim Hoerauf (Direktor IMMIP), Prof. Alexander Debrah und Dr. Linda Debrah (KCCR/ KNUST), gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern aus Bonn: Dr. Ute Klarmann-Schulz und Dr. Kenneth Pfarr, haben an klinischen Studien zur Bekämpfung von Flussblindheit und lymphatischer Filariose zusammengearbeitet.

Die Suche nach einer neuen Behandlung für Flussblindheit

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 1,15 Millionen Menschen ihr Sehvermögen aufgrund von Flussblindheit verloren haben, und 220 Millionen eine vorbeugende Therapie gegen Onchozerkose benötigen. Seit über 25 Jahren führen das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie am Universitätsklinikum Bonn und das Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine in Kumasi, Ghana, klinische Studien zur Flussblindheit und lymphatischen Filariose durch. Prof. Achim Hoerauf und sein langjähriger Forschungspartner und Freund Prof. Alexander Debrah haben einen kurzen Dokumentarfilm über ihre Arbeit in Ghana gedreht. Der Dokumentarfilm zeigt nicht nur die Arbeit vor Ort, sondern auch das positive Feedback der Gemeindemitglieder. 

Video ansehen

Entwicklung des Antibiotikums Corallopyronin-A gegen Filariosen

Mehr als 72 Millionen Menschen in den Tropen sind mit den Fadenwürmern Onchocerca volvulus bzw. Wuchereria bancrofti und Brugia malayi infiziert. Die Infektion mit diesen Würmern kann bei Betroffenen zu schwerer Dermatitis und Erblindung bzw. zur Elephantiasis führen– eine Krankheit, bei der sich v.a. die Beine extrem vergrößern. Bei Hunden kann ein ähnlicher Parasit die lebensbedrohliche Hundeherzwurm-Krankheit auslösen. Mit dem Naturstoff Corallopyronin A haben Prof. Achim Hörauf und sein Team am Institut für Medizinische Mikrobiologie...Weiterlesen...

 

Meeting des EU Konsortiums HELP - Helminth Elimination Platform

am DNDi in Genf am 8. Und 9 November 2022. Der Fortschritt des nun im dritten Jahr befindlichen Projektes wurde mit den Partnern vom Swiss TPH (Basel, Schweiz), DNDi (Genf, Schweiz), Muséum national d'Histoire naturelle (Paris, Frankreich), Ifakara Health Institute (Bagamoyo, Tansania), University of Buea (Buea, Kamerun), Universitätsklinikum Bonn und Elanco (Leverkusen, Deutschland) diskutiert.

 

Code for a Cure: Bekämpfung von Flussblindheit mit Daten und KI

Ein Expertenteam von Capgemini hat in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Bonn und Amazon Web Services einen Wettbewerb ins Leben gerufen, der ein Modell der künstlichen Intelligenz (KI) weiterentwickelt, das die Durchführung klinischer Studien zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Flussblindheit beschleunigen wird. Die Ergebnisse der „Global Data Science Challenge“ sollen die Auswertung klinischer Studien unterstützen, um bessere Behandlungsmöglichkeiten für diese vernachlässigte Tropenkrankheit, von der weltweit über 20 Millionen Menschen betroffen sind, zu finden. Weiterlesen...

 

 

Erste nationale Konferenz über Podokoniose in Kamerun:

Trotz der erheblichen Belastung der öffentlichen Gesundheit, der Morbidität und der Stigmatisierung bleibt die Podokoniose eine Krankheit, für die es kein spezifisches globales Gesundheitsprogramm gibt, so dass die Krankheit nur im Schatten der Programme für lymphatische Filariose oder NTDs der Haut sichtbar ist. Die erste nationale Konferenz wurde daher organisiert, um die Ergebnisse der bisher durchgeführten Arbeiten zu präsentieren Weiterlesen...