Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie

Aktuelles

 

Sommerempfang 2026 setzt Zeichen für globale Gesundheitsverantwortung

Beim Sommerempfang 2026 des Deutschen Netzwerks gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs) betonten führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und globaler Gesundheit die Bedeutung langfristiger internationaler Partnerschaften im Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs).

Der Ehrengast des Abends, Prof. Dr. Ohene Adjei, Botschafter der Republik Ghana in Deutschland und international renommierter Tropenmediziner und Parasitologe, stellte die bemerkenswerten Erfolge Ghanas bei der Eliminierung und Kontrolle verschiedener NTDs vor. Er betonte, dass diese Fortschritte durch leistungsfähige Gesundheitssysteme, frühzeitige Diagnostik und nachhaltige internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit ermöglicht wurden. Langjährige Partnerschaften mit deutschen Einrichtungen, darunter das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie (IMMIP) in Bonn und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg, haben maßgeblich dazu beigetragen, Forschungskapazitäten aufzubauen und Fachkräfte im Gesundheitswesen auszubilden. Weiterlesen...

DZIF-Film

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung im Fokus

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat einen neuen Film über das große Spektrum seiner Aktivitäten produziert und nun veröffentlicht. Im DZIF arbeiten mehr als 700 Mitarbeitende an sieben Standorten in 35 Mitgliedseinrichtungen gemeinsam an den größten Herausforderungen der Infektionsforschung zum Wohle aller Menschen. Ziel ist die sogenannte Translation – die Überführung von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die praktische Anwendung. Doch was bedeutet das genau? Welche Erkrankungen stehen im Fokus der Forschungsprojekte im DZIF? Wie funktioniert dieses große Netzwerk in der Praxis? 

20 Jahre IMMIP: Wissenschaftliche Exzellenz in Mikrobiologie und Tropenmedizin am UKB

Das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie (IMMIP) am Universitätsklinikum Bonn feierte im Februar sein 20-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumssymposium.

Unter der Leitung von Prof. Achim Hörauf blickt das Institut auf zwei Jahrzehnte international anerkannter Forschung zurück – mit mehr als 500 wissenschaftlichen Publikationen, darunter Beiträge in führenden Fachzeitschriften wie The Lancet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten, insbesondere der Filariose. In internationalen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen und Organisationen wie DNDi wurden neue Therapieansätze entwickelt und klinisch erprobt. Parallel engagiert sich das IMMIP in der Entwicklung neuer Antibiotika, etwa im Rahmen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). Weiterlesen

Aus Sicht eines Wissenschaftlers: Interview mit Prof. Marc Hübner über die Bedeutung der Parasitenforschung

In einem aktuellen Interview mit dem European Science-Media Hub (ESMH) spricht Prof. Marc Hübner über die Notwendigkeit, die Forschung zu vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs) auszuweiten, insbesondere zu Filarienerkrankungen, von denen weltweit mehr als 200 Millionen Menschen betroffen sind. Diese Krankheiten können schwere, langfristige gesundheitliche Folgen haben.

Seit 2023 koordiniert Prof. Hübner das eWHORM-Projekt, ein durch EDCTP3 und die Schweizerische Eidgenossenschaft gefördertes internationales Projekt mit dem Ziel, die Behandlung von Filarienerkrankungen und intestinalen Helminthen in Subsahara-Afrika zu verbessern. Das Projekt bringt zehn Partnerinstitutionen aus sieben Ländern zusammen und verbindet afrikanische und europäische Expertise, um klinische Studien durchzuführen, Forschungskapazitäten zu stärken und nachhaltige Lösungen für vernachlässigte Tropenkrankheiten zu entwickeln.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier: https://sciencemediahub.eu

Entwicklung des Antibiotikums Corallopyronin-A gegen Filariosen

Mehr als 72 Millionen Menschen in den Tropen sind mit den Fadenwürmern Onchocerca volvulus bzw. Wuchereria bancrofti und Brugia malayi infiziert. Die Infektion mit diesen Würmern kann bei Betroffenen zu schwerer Dermatitis und Erblindung bzw. zur Elephantiasis führen– eine Krankheit, bei der sich v.a. die Beine extrem vergrößern. Bei Hunden kann ein ähnlicher Parasit die lebensbedrohliche Hundeherzwurm-Krankheit auslösen. Mit dem Naturstoff Corallopyronin A haben Prof. Achim Hörauf und sein Team am Institut für Medizinische Mikrobiologie...Weiterlesen...

 

DZIF-Film

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung im Fokus

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat einen neuen Film über das große Spektrum seiner Aktivitäten produziert und nun veröffentlicht. Im DZIF arbeiten mehr als 700 Mitarbeitende an sieben Standorten in 35 Mitgliedseinrichtungen gemeinsam an den größten Herausforderungen der Infektionsforschung zum Wohle aller Menschen. Ziel ist die sogenannte Translation – die Überführung von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die praktische Anwendung. Doch was bedeutet das genau? Welche Erkrankungen stehen im Fokus der Forschungsprojekte im DZIF? Wie funktioniert dieses große Netzwerk in der Praxis? 

Die Zukunft der Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten

Innovative Finanzierung und gemeinsame globale Verantwortung

Prof. Achim Hoerauf, Direktor des IMMIP und Sprecher der DNTDs, moderierte gemeinsam mit Dr. Carsten Köhler von der Universität Tübingen die Session „The Future of Combatting Neglected Tropical Diseases -Innovative Financing and Shared Global Responsibility” auf dem World Health Summit 2025 in Berlin. 

Über die Session:

Die Finanzierung von Programmen zur Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten (NTDs) steht vor großen Herausforderungen. Weiterlesen

Die Suche nach einer neuen Behandlung für Flussblindheit

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 1,15 Millionen Menschen ihr Augenlicht aufgrund von Flussblindheit verloren haben, während 220 Millionen Menschen eine vorbeugende Therapie gegen Onchozerkose benötigen. Seit über 25 Jahren führen das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie am Universitätsklinikum Bonn und das Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine in Kumasi, Ghana... weiterlesen